Unsere Sprache
Wer als Fremder vor 30-40 Jahren nach
Tastungen, oder in eines der umliegenden
Dörfer kam, den faszinierte schon
damals die plattdeutsche (niederdeutsche)
Sprache. Ein aus dem oberdeutschen (hochdeutschen)
Sprachbereich Zugezogener verstand mit
Sicherheit anfangs kaum ein Wort. Da
die Niederdeutschen für "mir"
und "mich" nur einen Begriff
kennen, nämlich "meek",
haben viele von ihnen heute noch Schwierigkeiten
im Hochdeutsch beim richtigen Gebrauch
von "mir" und "mich".
Interessant ist auch, dass sich altansässige
Tastunger bei einem Gespräch meist
in Plattdeutsch unterhalten, wenden
sie sich aber an einen Zugezogenen,
so schwenken sie sofort auf Hochdeutsch
um, selbst auch dann, wenn der Zugezogene
schon viele Jahre Angehöriger der
Familie ist.
Leider ging die Benutzung der plattdeutschen
Sprache in Tastungen in den letzten
Jahren sehr zurück und es ist zu
befürchten, dass sie in einigen
Jahren kaum noch gesprochen wird. Dieses
wäre sehr schade, denn es würde
uns ein Stück Heimat verloren gehen.
Um dieses zu verhindern, müsste
unbedingt was getan werden, dass uns
diese plattdeutsche Sprache noch weiter
erhalten bleibt. Einen großen
Teil trägt Fritz Eberhardt, gebürtiger
Tastunger, schon mit seinen plattdeutschen
Erzählungen und Gedichten bei.
Er wird durch seine Arbeit und Heimatverbundenheit
das Tastunger Platt der Nachwelt in
Schrift und Ton vor der Vergessenheit
bewahren.
Auch ein Wörterbuch von A-Z, mit
Übersetzung von Plattdeutsch in
Hochdeutsch hat Fritz Eberhardt aufgestellt.
Erstmals konnten wir am 10. November
2002 einen Plattdeutschen Nachmittag
organisieren, der von unseren Einwohnern
sehr gut besucht wurde. Daher streben
wir regelmäßige Zusammenkünfte
dieser Art an, um unsere "Plattdeutsche
Sprache" zu pflegen und diese auch
an unsere Kindern weiterzugeben. Gern
beteiligen wir uns auch an Veranstaltungen
in unseren Nachbargemeinden, besonders
im Ober- und Untereichsfeld.
|